FiZ wird Fünfzig
"Ich hätte ja nicht gedacht, dass das von uns damals erfundene Heftchen sich so lange halten wird", bemerkte Dr. Herbert Krämer anlässlich des "Geburtstages" der Heimatzeitschrift "Freudenberg im Zeitgeschehen" (FiZ). Vor 50 Jahren, zum Advent 1961, war die erste Ausgabe erschienen.
Das bis heute 115 Ausgaben entstehen konnten, sei schon ein kleines Wunder, so der frühere Bürgermeister der "alten" Stadt Freudenberg. Er hatte maßgeblich zur Gründung von FiZ beigetragen - und war jetzt zum Jubiläum wieder in seine Geburtsstadt gekommen.
Landrat Jürgen Althaus überbrachte die Grüße von Kreistag und Kreisverwaltung. Heimatarbeit müsse heute in die Zukunft gerichtet sein, aber man müsse wissen, woher man kommt. Althaus: "Deshalb ist es wichtig, Geschichte immer wieder zugänglich zu machen". Das geschehe in Freudenberg mit FiZ vorzüglich - und fügte bedauernd an: "So etwas haben wir in Kreuztal leider nicht".
Ausgabe Nr. 1 von Freudenberg im Zeitgeschehen aus dem Jahre 1961
Bürgermeister Eckhard Günther sprach den FiZ-Aktiven Dank und Anerkennung aus. Das Stadtoberhaupt verband seine Gratulation mit zwei Wünschen: "Schwätzt mehr Platt!" und "Sorgt euch um den Nachwuchs!". Das mundartliche Artikel weiter ihren festen Platz in der Heimatzeitschrift haben, ist für ihn von großer Bedeutung. Ebenso, dass immer wieder junge Autoren nachwachsen, die auch die nächsten Jahrzehnte das "Weiterleben" von FiZ sichern.
In seiner Begrüßung war ARGE-Vorsitzender Bernd Brandemann auf die Entstehungsgeschichte und die Fortentwicklung der Heimatzeitschrift eingegangen. In den ersten Jahren lag FiZ in der Obhut des Freudenberger Heimatvereins, nach Gründung der ARGE 1969 ist ihr dann die Funktion des Herausgebers zugefallen.
Fachsimpeln am Rande der "Geburtstagsfeier": Gerhard Moisel, Chef des Heisberger Heimatvereins und Martin Stücher, der seit vielen Jahren dem FiZ-Redaktionsbeirat angehört.
Bei anschließendem Kaffee und "Riewekooche" boten sich viele Gelegenheiten zum Gespräch und Austausch alter Anekdoten. Festlicher Schlusspunkt: Dr. Herbert Krämer, Alt-Bürgermeister der alten Stadt Freudenberg, trug sich in das "Goldene Buch" seiner Heimatstadt ein. Er hatte sein Amt als "jüngster Bürgermeister Deutschlands" nach wenigen Jahren aufgegeben, als er zum Kreisdirektor des Kreises Siegen gewählt worden war. Sein weiterer beruflicher Werdegang führte ihn als Oberstadtdirektor nach Bielefeld und Duisburg. Zuletzt waren ihm die Aufgaben des Vorstandsvorsitzenden der RWE Entsorgungs AG übertragen worden. Sein Schlusswort zu FiZ: "So bleibt mir der Wunsch, dass diese schöne, kleine, gediegene Zeitschrift die Kulturlandschaft der uns so am Herzen liegenden Stadt weiter bereichert!"
Trug sich mit sichtbarer Freude in das "Goldene Buch" der Stadt Freudenberg ein: Dr. Herbert Krämer
Als Schriftleiter gehören sie zum Urgstein von FiZ: Gerhard Weber und sein Nachfolger Bodo Hoffmann, bei dem jetzt seit 1983 die Texte zusammenlaufen.
Haben schon die nächste Ausgabe, FiZ-Nr. 116, im Blick: Horst Heide gestaltete die Zeitschrift seit 1998 und findet jetzt in Karl-Heinz Nitsche (re) einen Nachfolger für Satz und Layout.

