Freudenberger Backestag: Hunderte besuchten die Backeser
Was war das für ein Sonntag! Spätsommerliches Bilderbuch-Wetter lockte hunderte von Besuchern in die Freudenberger Ortsteile, um dort den Backes zu besuchen. Und eine ganze Reihe von Gästen ließ es sich nicht nehmen, sich in einem Backes nach dem anderen zu informieren - und sich Kostproben der dortigen Erzeugnisse schmecken zu lassen.
"Wir haben mehr Betrieb, als wenn wir 'nur' unser eigenes Backesfest ausrichten", freute und wunderte sich mancher Verantwortliche.
Am Morgen: Start der Backes-Wanderungen
Begonnen hatte der Tag "im Frühtau zu Berge": Bereits ab 10:00 Uhr traf sich eine Wandergruppe beim Technik-Museum, um zu Fuß den Weg über Alchen nach Oberholzklau zu gehen.
Und nicht weniger Wanderer waren es, die eine halbe Stunde später nach Heisberg und Niederndorf aufbrachen.
Zur gleichen Zeit heizte Friedhelm Geldsetzer mit seinen Helfern den mobilen Backes im Technik-Museum ein, um dann seine Backwaren herstellen zu können.
Backes Oberholzklau
In Oberholzklau hatte der Backestag mit einem festlichen Erntedank-Gottesdienst in der berühmten historischen Dorfkirche begonnen. Von da aus gings zum nahe gelegenen Backes, der zu Mittag mit seiner Spezialität "Pizza" aufwartete.
Der "Chef" des Oberholzklauer Heimatvereins zeigt sich sehr geschickt im Balancieren von Pizza-Blechen.
Interessierte Besucher folgten Eike Hammel zu einem Spaziergang zu den geschichtsträchtigen Orten des alten Kirchspiel-Zentrums. Zu Friedhof und der etwa um 1250 entstandenen Kirche konnte er viele Informationen beisteuern.
Der anerkannte Ortshistoriker führte seine Gäste bis in die Kirchturmsspitze und fand große Anerkennung für sein Detailwissen um Oberholzklau.
Neben der Alten Schule boten in aufgestellten Zelten Tische und Bänke viel Platz zum Verweilen.
Backes Alchen
Im Backes Alchen konnten sich die Besucher vor Ort in gemütlicher Runde den Back-Spezialitäten widmen oder unter einer großen Auswahl von Broten und Kuchen ihren sonntäglichen Bedarf decken.
Viele große und kleine Gäste nutzten die Gelegenheit, um sich von Horst Heide über das Backes-Backen und seine Geschichte informieren zu lassen.
Backes Heisberg
Diese fröhlichen "Drei von der Backstelle" präsentieren den längsten Siegerländer Reibekuchen - und freuten sich, dass ihre Brote und Kuchen so großen Zuspruch fanden.
Hinter dem Backes hatte der Heisberger Heimatverein "im Garten" die Tische gedeckt: Die Eintopfsuppe schmeckte offensichtlich.
Aber was wäre der Heisberger Backes ohne diese Spezialität: "Äpfel im Schlafrock" nennen sich diese Teile. Ein süßer Teig umhüllt Apfelstückchen - das ganze mit Puderzucker oder Vanille-Soße gilt als Geheimtipp.
Da greift die Chefin selber zu, um das braun-goldene Apfelgebäck aus dem Ofen zu holen.
Backes Niederndorf
Volksfeststimmung herrschte auch in Niederndorf. Zwischen der alten Schule und dem neu errichteten Backes trafen sich Einheimische wie Gäste aus nah und fern. Hier standen auch Flammkuchen und Federweißer auf der Speisekarte.
An Stehtischen und in den Zelten konnten "Speis und Trank" zu sich genommen und die Gelegenheit genutzt werden, sich zu unterhalten.
Zum Erfolg trug auch die musikalische Unterhaltung durch die "Original Asdorftaler" bei.
Backes Mausbach
Der Backes in Mausbach, klein aber fein, ist sowohl für seine Brote wie für seine Eintopfsuppen bekannt. Aber leider hieß es hier kurz nach Mittag: "Es ist keine Suppe mehr da!" Viele hungrige Wanderer hatten frühzeitig hier ihr Sonntagsmahl eingenommen.
Zum Glück gab's noch reichlich Würstchen. Denn der Mausbacher Backes war nach wie vor von vielen Besuchern umlagert.
Backes Hohenhain
Auch die Hohenhainer Suppen gelten als Spezialität - und hatten für einen Riesen-Absatz gesorgt. Am Nachmittag waren es dann die frischen Waffeln, die für Begeisterung sorgten.
Im Außenbereich wurden auch hier "sonnige Plätzchen" angeboten, die von Wanderen gerne zur Rast genutzt wurden.
Backen im Technik-Museum
Den ganzen Tag über herrschte auch beim Technik-Museum Hochbetrieb. Alle sonnigen Plätze waren belegt. Im mobilen Backes waren zwischenzeitlich viele Kuchen und Brote entstanden.
Konnte sich Heisberg über den längsten Reibekuchen rühmen, zeigen die Museums-Bäcker stolz das breiteste Exemplar dieser Siegerländer Backspezialität.
Und immer wieder zeigt sich, wieviel Spaß Kleinen und Großen eine Eisenbahn bereitet.

