Große Trauer um Prof. Dr. Berthold Stötzel

 Tiefe Betroffenheit hat der Tod des Siegener Ortskurators der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Berthold Stötzel, ausgelöst. Er ist am 17. Januar 2012 im 74. Lebensjahr gestorben.

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Der hoch geachtete ehrenamtliche Denkmalexperte widmete sich zuletzt intensiv dem Thema der „Historischen Wege“ in unserer Region. Für die historische Infrastruktur der alten Handelsrouten prägte er den Begriff „Kulturnarben des Siegerlandes“.

 

Vielfach führten seine Interessen und sein Wissen Berthold Stötzel nach Freudenberg. Hier, in der Villa Bubenzer, trug er im April 2008 maßgeblich zum Gelingen der Fachtagung „Auf alten Wegen durch die Kulturregion Südwestfalen – historische Wege als Zeitzeugen der Regionalgeschichte“ bei. Die Ausstellung mit den von ihm zusammengetragenen Exponaten zu der Bedeutung der alten Hohlwege fand ihre Premiere am 12. September 2008 im Freudenberger Stadtmuseum. Mit „Henner und Frieder – aber wo ist Ludwig“ betitelte er seinen Festvortrag bei der Arbeitsgemeinschaft Freudenberger Heimatvereine am 7. November 2011, dem 555. Jahrestag der Verleihung der Stadtrechte an den „Flecken“.

Und noch vor wenigen Wochen beteiligte er sich an einer Exkursion nach Hohenhain und Mausbach, um sich hier die alten Wegespuren anzusehen. Im Jahr 2006 gehörte er zu den Mitunterzeichnern eines Aufrufs für den Erhalt des historischen Gebäudes des früheren Bethesda-Krankenhauses.

 

 

Innerhalb des Heimatbundes Siegerland-Wittgenstein e.V. wirkte Berthold Stötzel über viele Jahre im Arbeitskreis „Baudenkmalpflege“ mit, im Arbeitskreis „Historische Wege“ hatte er den stellvertretenden Vorsitz übernommen.

 

Bernd Brandemann, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Freudenberger Heimatvereine e.V.: „Wir gedenken Berthold Stötzel mit großer Dankbarkeit. Er hat sich mit so viel Herzblut für die Denkmalpflege eingesetzt, sie war seine große Leidenschaft. Er konnte dafür begeistern und so unermüdlich für die Erhaltung des historischen Bauerbes werben. Mit seiner Persönlichkeit hat er den Leitgedanken ‚Denkmalschutz ist der Dank an die Vergangenheit, die Freude an der Gegenwart und unser Geschenk an die Zukunft’ vorbildlich verkörpert."