Die FiZ-Sommer-Ausgabe ist fertig
Heft 147
In sommerlich-frischem Gelb strahlt die Titelseite der Ausgabe Eins im Jahr 2026 von „Freudenberg im Zeitgeschehen“ (FiZ). Das Cover-Foto gibt die Atmosphäre im Alten Flecken in den 1960er Jahren wieder. Es bezieht sich auf die ungeheure Fleiß- und Recherchearbeit von Gerhard Berg, der mit dem Artikel „Geschäfte im Ortskern Alter Flecken Freudenberg“ an die vielen Läden und Firmen erinnert, die dort einst zum Einkaufen, Schwätzen und Treffen eingeladen haben. Zusätzlich bietet ein farbiger Straßenplan die Möglichkeit, die genannten Örtlichkeiten genau zuzuordnen. Der Beitrag stellt die Fortsetzung seiner Untersuchung zu den einstigen Gaststätten in Freudenberg dar.
Der Text von Friedhelm Röcher „Der alte Fußballplatz in Lindenberg“ schließt sich an den Bericht über das Green-Hell-Festival auf dieser Sportstätte an. Er geht auf die Historie ein, wie der Paltz von der Dorfjugend in den Jahren nach 1950 „wiederentdeckt“ wurde. Angereichert wird der Artikel mit Illustrationen des Lindenberger Künstlers Ernst-Willi Jung. Ein wiedergegebener Zeitungsbericht aus dem Juni 1953 veranschaulicht die festliche Eröffnung jenes Fußballfeldes, auf dem die Lindenberger „Sportfreunde“ dann ihre Gäste empfingen.
Das Technik-Museum an der Olper Straße zeigt Freudenberger Wirtschaftsgeschichte in einem ganz neuen Format. Hans-Jürgen Klappert stellt den Titel der Dauerausstellung „Es knallt und stinkt, es dampft und schabt“ an den Beginn seiner Darstellung über die museale Weiterentwicklung. Ein Dortmunder Büro entwickelte im Frühjahr 2021 das Konzept, zu dessen Umsetzung der Verein einen 90-prozentigen Finanzzuschuss erhielt.
Klappert: „Wer wissen möchte, wie es in Freudenberg früher aussah, welche Fabriken dort waren und wie sich alles verändert hat, der kann in dieser Ausstellung viele neue Erkenntnisse gewinnen und die frühere Heimat besser verstehen.“
Für das Wissen über Freudenberger Geschichte ist Karl Stzerzenbach eine herausragende Größe. Er war der Erste, der 1908 eine Chronik über Stadt und Amt Freudenberg verfasste. Bodo Hoffmann konnte seinen Lebenslauf anhand einer jüngst aufgetauchten Freudenberger Schulchronik nachverfolgen. Zu Sterzenbachs Pflichten hatte es einst als Schulleiter gehört, über Gegebenheiten von Schule und Ort Buch zu führen. Die Vita und das Wirken des einstigen Hauptlehrers, der an der Krottorfer Straße wohnte, ist nun in dem Beitrag von Bodo Hoffmann nachzulesen.
Teo Schwarz aus Oberfischbach ist im neuen FiZ mit Erinnerungen an das 1944 vertreten.
Mit dem Beitrag „Nordrhein-Westfalen ehrt Thomas Ijewski“ schließen sich ARGE der Heimatvereine und die FiZ-Redaktion den vielen Glückwünschen an, die der inzwischen über zwei Jahrzehnte in Freudenberg tätige Pfarrer zu seiner Verleihung mit dem Landesverdienstorden erhalten hat. Das Land würdigte mit einer der höchsten Auszeichnungen dessen Eintreten für den Erhalt des kulturellen und baugeschichtlichen Erbes, das mit der Kirche oberhalb des Alten Fleckens verbunden ist.
Schriftleiter Bodo Hoffmann ist es wieder gelungen, das Heft mit kleinen Anekdoten und Geschichten „Van fröher“ anzureichern. Die kleine Geschichte „De Rechdung stemmde“ von Günter Schneider sortiert sich in die Reihe „M’r schwätzen wierer Platt“ ein.
Jede neue FiZ-Ausgabe ist nur möglich durch die Mitwirkung der Autoren, des Redaktionsstabes, dem Layout, dem Druck, der Unterstützung durch die Inserenten und dem Verteilen an die Haushalte. Auch an dieser Stelle: Vielen Dank dafür!